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RTFM Read The Fucking Manual

Oliver Breitenstein und Tassilo Sturm haben die Kunsthalle im Speicher II in ein Open World Computerspiel verwandelt. Der Code wir dabei mitgeschrieben vom Besucher und einer illustren Liste an Gästen zu der ich mich netterweise auch zählen darf:
Stefan Riebel
Ilse Ermen
Kuddel Coolmann
Timo Kube
Wiebke Bartsch
Samuel Treindel
Carlo Eggelsmann
Andreas Weber
Johannes Mundinger
Dirk Sandbaumhüter
xx-crew
Andy Strauss
Sebastian Bertuleit
Außerdem gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm:
Bettina Mühlbauer: Erzählungen + Lyrik Lesungen während der Ausstellung in der Installation von Tassilo Sturm jeweils um 17 Uhr Dienstag, 24. März, Donnerstag, 26. März, Samstag, 28. März, Sonntag, 29. März, Dienstag, 31. März, Mittwoch, 1. April, Samstag, 4. April, Sonntag, 5. April, Dienstag, 7. April, Donnerstag, 9. April, Samstag, 11. April

Performance mit Stephan US: “Full grenade – Volle Granate” Mittwoch, 25. März 2015 um 19 Uhr „Full grenade – Volle Granate“ ist der Auftakt eines neuen Performancezyklus, den Stephan US gemeinsam mit Amira Hammami entwickelt hat. Zentrales Motiv ist der Granatapfel, eine der ältesten Früchte unserer Welt. Um ihn ranken sich Mythen und Geheimnisse, die vom Baum der Erkenntnis und als Fruchtbarkeitssymbol bis hin zum Heilmittel gegen Krebs reichen. Stephan US: „Full grenade – Volle Granate“ ist eine Solo-Performance, die im aktuellen Weltgeschehen arbeitet.

Trust in Wax presents: You Can’t Sample this! Gründonnerstag, 2. April, 18 Uhr bis Open End Der für seine Bildkollagen bekannte Künstler Oliver Breitenstein und der Musiker und Produzent Albert Ruppelt (aka. Atwashere) starten mit einer gemeinsamen Installation. Der eine verwertet Soundschnipsel, der andere schnipselt sich quer durch Plattencover. Basis ihrer Arbeit sind dieselben Schallplatten, die sowohl als Audioquelle, als auch aus Rohmaterial für die Gemeinschaftsarbeit dienen. Wer will kann mitmachen, zuschauen oder auch Vinyl spenden. Bis spät in die Nacht ist jeder eingeladen parallelen Wahnsinn in der Entstehung bis zum Ende zu erleben. trust us!

Andy Strauss & Andreas Weber: goldpanzer – panzergold Montag, 6. April und Freitag, 10. April, jeweils um 20 Uhr Trust in Wax presents: Kuddel Coolmanns Plattengeschichten Sonntag, 12. April, 15 bis 17 Uhr Kaffee, Kuchen, Moritäten. Mario Coolmann stellt kuriose und ungewöhnliche deutschprachige Schallplattenschätze aus den 60er und 70ziger Jahren vor. Trust us!

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Münsteraner Hängung & R.T.F.M.

Heute öffnen in Münster zwei Hallen neue Ausstellungen. Bei beiden habe ich Arbeiten beigesteuert.

In der Ausstellungshalle am Hawerkamp spielt sich ab 15 Uhr folgendes ab:

Der Verein „Hawerkamp 31 e.V.“ lädt ein zur Vernissage der MÜNSTERANER HÄNGUNG 2 (FB-Event)

Eine Ausstellung der Ateliergemeinschaften:

Bremsenprüfstand / F.A.K. / Geiststrasse 76 / Hawerkamp + Ehemalige / Schulstraße / Speicher II

Malerei, Skulptur und Installation in der Ausstellungshalle Hawerkamp und in der Titanick-Halle Hawerkamp

Sonntag, 22. März 2015 um 15.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 22.03. – 10.05.2015
Öffnungszeiten: Sa. und So.: 15.00 – 19.00 Uhr

Am Hawerkamp 31, 48155 Münster

Ab 17 Uhr startet die Ausstellung von Tassilo Sturm und Oliver Breitenstein RTFM (Read The Fucking Manual) (FB-Event)

Unser Leben ist immer stärker durch die Macht der Algorhitmen bestimmt, die künstliche Intelligenz der Maschinen wird zum Paradigma in dem wir uns bewegen. Der Raum für Verhalten, das sich nicht innerhalb bestimmter vorhersagbarer Muster einordnet, wird immer enger. Doch gerade dieser enge Raum des nicht festgelegten, des überraschenden und nicht determinierten Verhaltens unterscheidet uns von der kalten Vernunft der Maschinen. Von jeher ist dieser Raum auch der Raum der Kunst.
Ein Schlagwort in der aktuellen Debatte ist „Open World“. Es impliziert eine virtuelle Welt, die nicht abgeschlossen ist und in der nicht alles nach streng mathemathischen Formeln abläuft, in dem Raum für das Neue und Interaktion ist. Die betretbare Installation RTFM lehnt sich an dieses „Open World Konzept“ an. Ähnlich wie in einem Level eines Ego-Shooters ist sie als Labyrinth angelegt, in dem es zwar keine Gegner zu erledigen gilt, das aber von ungewöhnlichen Bewohnern wie Messies, verrückten Wissenschaftlern, psychopathischen Serienkillern und triebhaften Outsiderkünstlern erzählt. Und wie es sich für anständige Spieler gehört, betreten wir die Installation ohne zuvor das Handbuch gelesen zu haben. Denn letzendlich gibt es weder für die Installation noch das Leben ein Handbuch, das genau erkärt, was zu tun ist – auch wenn wir uns das wünschen.
Bei einem Open World Computerspiel verharrt die Welt nicht in einem festen Zustand, sondern fließt und entwickelt sich ständig weiter, wird ergänzt und verändert. Dies geschieht auch in der Installation, die fortlaufend duch die Autoren, aber auch durch die Mitspieler, Besucher und Freunde, aktualisiert wird. Der sich ständig verändernde Code der Installation spiegelt so den kreativen Prozess wieder und ermöglicht den Besuchern dessen Veränderung zu beobachten und auch aktiv einzugreifen.

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